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Deutsche Bahn gewinnt europaweite Ausschreibung für die Schwarzwaldbahn in
Baden-Württemberg
Ministerium erteilt für 10
Jahre Zuschlag für die Strecke Karlsruhe – Konstanz – DB Schwarzwaldbahn nimmt 2006 den Betrieb auf (Stuttgart/Singen, 12. Februar 2004)
Die DB Regio AG, die Nahverkehrssparte der
Deutschen Bahn, hat mit ihrer Tochtergesellschaft DB Schwarzwaldbahn GmbH die europaweite Ausschreibung für den Betrieb der Strecke Karlsruhe – Konstanz (Schwarzwaldbahn) gewonnen. Die endgültige
Zuschlagerteilung durch das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg als zuständigem Besteller erfolgte bereits vor wenigen Tagen und wurde heute in einer
Pressekonferenz von Minister Müller öffentlich bekannt gegeben.
„Wir freuen uns natürlich sehr, dass wir mit der Schwarzwaldbahn eine wichtige
Ausschreibung in Baden-Württemberg gewinnen konnten. Wir haben mit unserem Angebot bewiesen, dass wir uns in fairen Wettbewerbsverfahren gegen in- und
ausländische Konkurrenz durchsetzen können“, machte Ulrich Homburg, Vorstandsvorsitzender der DB Regio, in einer ersten Stellungnahme im Zusammenhang mit der Zuschlagerteilung deutlich. Die Entscheidung ist nach
Auffassung von Homburg zudem ein Zeichen dafür, dass die Deutsche Bahn in Baden-Württemberg nach wie vor als zuverlässiger und leistungsfähiger Partner im Nahverkehr gesehen wird.
Ab Ende 2006 wird die DB Schwarzwaldbahn GmbH den Verkehr auf
der Strecke aufnehmen und über einen Zeitraum von 10 Jahren jährlich eine Leistung von 3,1 Millionen Zugkilometern erbringen. Doppelstockwendezüg e der neuesten Generation werden dabei zum Einsatz
kommen und für eine deutliche Komfortverbesserung sorgen. Die Doppelstockzüge werden in der Regel jeweils mit drei oder vier Wagen verkehren und somit ein Platzangebot bis zu 473 Sitzplätzen bieten.
Insgesamt werden 36 Doppelstockmittel- und -steuerwagen sowie elf leistungsstarke Triebfahrzeuge der Baureihe 146 auf der Schwarzwaldbahn zum
Einsatz kommen. Das macht zusammen ein Investitionsvolumen von fast 80 Mio. Euro aus.
Der Leiter des Regionalverkehrs Südbaden und zuständiger Projektleiter der
Schwarzwaldbahn-Ausschreibung bei der Deutschen Bahn, Dr. Michael Vulpius, zeigt sich überzeugt davon, dass es der Bahn gelingen wird, mit dem neuen
Angebot mehr Fahrgäste auf die Schiene zu holen. Insbesondere drei Gründe sprechen aus seiner Sicht dafür, dass diese Zielstellung auch realisiert werden kann:
„Erstens wird das heute schon vorhandene stündliche Angebot zwischen Karlsruhe und Offenburg in den Morgen- und Abendstunden verdichtet. Zweitens bieten die
Doppelstockwendezüge der neuesten Generation nicht nur ein Komfort- und Panoramaerlebnis für Genießer, sondern werden durch ihre vielseitige Nutzbarkeit
auch jedem praktischen Bedürfnis gerecht. Und drittens wird unser Marketingkonzept lokale Identität mit der Schwarzwaldbahn stiften und Alt- wie
Neukunden anregen, einen Freizeitausflug in die herrliche Schwarzwald- und Bodenseeregion mit der neuen Schwarzwaldbahn zu unternehmen.“
Die weiterentwickelten Doppelstockwagen bieten einen Mehrzweck-Fahrgastraum in jedem Wagen. Dies ist vor allem für Fahrgäste mit Fahrrad, Kinderwagen oder
für mobilitätseingeschränkte Reisende mit Rollstuhl (mit Überfahrrampe im Steuerwagen) ein wichtiges Komfortmerkmal. Die Stiftung Warentest verlieh
diesem Fahrzeugtyp im Juli 2003 daher das Prädikat „vorbildlich“. Nicht nur Jugendliche schätzen zudem den kommunikativen Charakter der vis-à-vis-Anordnung der Sitze im Mehrzweck-Fahrgastraum.
Die ungewöhnlich hohe Laufruhe der Doppelstockwagen, annähernd auf Fernverkehrsniveau, ist technisch bedingt durch die Kombination von Luftfederung
und den langen, großzügigen Wagenkästen. Die bewährte Klimaanlage wird von Fahrgästen als effektiv geschätzt. Aus der ‚Panoramaklasse’ im oberen Stock mit
der neuen großflächigeren, geschwungenen Fenstergalerie bietet sich den Fahrgästen ein einmaliger Ausblick auf die Bergwelt des Schwarzwaldes.
Ein pfiffiges Marketingkonzept wird das neue Angebot abrunden. Es wird in enger Zusammenarbeit mit allen Partnern der Region - den Kreisen, Kommunen,
Tourismusorganisationen, fünf Verkehrsverbünden, Schulen und einzelnen touristischen Einrichtungen - entwickelt. Die Verbundenheit mit der Region wird
unter anderem durch überraschende Fotofolien auf Triebfahrzeugen sichtbar werden. Schnuppertickets und Kombitickets in Verbindung mit Eintrittskarten für
Attraktionen der Regionen sowie touristisches Infotainment auch über die Farbdisplays in den Zügen sollen Aufmerksamkeit sichern und konkret zu neuen Reisezielen im Freizeitverkehr anregen.
Ein Schwarzwaldbahnmanager wird nach Aussagen von Projektleiter Vulpius der zentrale Ansprechpartner für die Partner der Region, aber auch für betriebliche
Angelegenheiten sein und damit die Philosophie der neu gegründeten DB Schwarzwaldbahn GmbH ausdrücken.
Dr. Michael Vulpius: „Wir sind da umfassend zuständig und verantwortlich, wo
unsere Kunden sind: vor Ort. Wir wollen durch Flexibilität und Engagement in der Region überzeugen und die Mobilitätskompetenz unseres Konzerns einbringen.
Für uns geht es jetzt zunächst darum, mit Hochdruck an der praktischen Umsetzung unseres Angebotes zu arbeiten, so dass wir pünktlich und in der vereinbarten
Qualität Ende 2006 an den Start gehen können. Aber auch schon heute kümmern wir uns um eine stete Qualitätsverbesserung auf der jetzigen Schwarzwaldbahn,
denn schließlich wollen wir unsere Kunden ja so früh wie möglich gewinnen und dauerhaft an uns binden“
Deutsche Bahn AG Ursula Eickhoff Sprecherin Baden-Württemberg
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