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Vereinsabend der Eisenbahnfreunde Hegau e.V.

Die Ybbstalbahn

Am Donnerstag, dem 10.07.2008 setzen wir die Reihe unserer Vereinsabende fort.  

Bereits um 1870 dachte man daran, durch das Tal der Ybbs und weiter durch das Bodingbachtal eine Bahnlinie nach Kienberg-Gaming zu bauen. Der Börsenkrach von Wien im Jahr 1873 bereitete den Plänen ein jähes Ende.
In den 80er – Jahren des vorigen Jahrhunderts strebten Vertreter des Ybbstales erneut den Bau einer Nebenbahnlinie an. Sprecher der Gemeinden und Interessenten war der aus Waidhofen/Ybbs stammend NÖ Landtags- und Reichtagsabgeordnete Gottfried Jax.

Zahllose Gespräche und Verhandlungen zeigten zunächst keinen Erfolg. Ja selbst die Trassenführung konnte nicht geklärt werden, bis 1893 die zähen Verhandlungen abgeschlossern werden konnten. Die Bemühungen und das Engagement der Befürworter hatte endlich Erfolg. Der Reichsrat verabschiedete noch am 26. Dezember desselben Jahres ein Gesetz für den Bau der Ybbstalbahn.
Noch vor Baubeginn kam es durch einen Erlaß des Innenministeriums vom 11. Sept. 1895 zur Gründung einer Aktiengesellschaft. Das Anlagekapital betrug damals 1.612.000 Gulden.

Die Schmalspurbahn durch das Ybbstal ist heute eine Verkehrslinie, die der sicheren und zuverlässigen Beförderung von jährlich tausenden Fahrgästen dient. In modernen Triebwagen der Baureihe 5090 erreichen täglich Schüler und Berufspendler ihr Ziel. Weiters attraktiv sind die Ausflugsfahrten mit dem Barwagen in Nostalgie- und Sonderzügen, aber auch mit den Planzügen.

Am 01.06.1895 erfolgte der Spatenstich für den ersten Streckenabschnitt Waidhofen-Groß-hollenstein, beim „kleinen Kreuz" in Waidhofen. Die Eröffnung dieses Teilabschnittes fand bereits am 15. Juli 1896 statt.
Drei Jahre später, am 15. Mai 1898 kam es zur Eröffnung des zweiten Teilabschnittes von Großhollenstein bis Lunz/See. Noch im selben Jahr, am 12. November wurde das bautechnisch schwierigste dritte Teilstück von Lunz/See nach Kienberg-Gaming für den Verkehr freigegeben.
Drei Jahre dauerte das Errichten der 71 km langen Strecke. Damit wurde die projektierte Bauzeit von fünf Jahren um zwei Jahre unterschritten.
Am 09.März 1899 wurde schließlich die Stichbahn von Gstadt nach Ybbsitz mit einer Länge von 6 km eröffnet.

Heute ist die Ybbstalbahn eine Verkehrslinie, die der sicheren und zuverlässigen Beförderung von jährlich tausenden Fahrgästen dient. In modernen Triebwagen der Baureihe 5090 erreichen täglich Schüler und Berufspendler ihr Ziel. Weiters attraktiv sind die Ausflugsfahrten mit dem Barwagen in Nostalgie- und Sonderzügen, aber auch mit den Planzügen.

Die Ybbstalbahn und die Landschaft die sie durchfährt, übt und übte seit Bestehen eine Faszination auf die Menschen aus. Diese Faszination fand schließlich auch seinen Ausdruck in einem Liebesgedicht von E. Kraus-Kassegg:


Liebeserklärung an die Ybbstalbahn

Wie oft bin ich durchs Land gefahren
Nach allen Seiten in der Welt, -
Was sah ich Schönes in den Jahren
Und hab nachher davon erzählt!

Doch das Erlebnis dann am Ende
Das war die Fahrt durchs Ybbstal hin,
das war wie eine schöne Wende
und gab der Reise erst den Sinn!

Die Ybbstalbahn, die unermüdlich
Das vielgewundne Tal durchfährt, -
Sie ist so sicher und so friedlich
Und hat sich allezeit bewährt.

 

Beginn wie üblich um 19:30 Uhr im Bahnwärterhaus in der Schaffhauser-Strasse 44, am Haltepunkt „Landesgartenschau“ in Singen.

Gäste sind willkommen, ein öffentlicher Parkplatz ist nur 100 m entfernt.

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