Die Einzeldaten lauten:
Höchstgeschwindigkeit 90 km/h,
Gewicht 118,5 t,
Länge ü. P. 18,6 m,
Treibraddurchmesser 1,25 m,
Trafogewicht 9,13 t,
Trafo-Dauerleistung 3060 kVA,
elektrische Widerstandsbremse,
18 Dauerfahrstufen.
Geschichte
Baujahr 1941
Elektrischer und mechanischer Teil
AEG Herstellungsnummer 5330
Anlieferung: 11.11.1941
Probefahrt: 27.11.1941
Abnahme: 28.11.1941
Erstzuteilung BW Pressig-Rothenkirchen (Reichsbahndirektion Nürnberg), welches für den Zugverkehr auf den steilen Rampen der Frankenwaldbahn
zuständig war.
Die Beeinträchtigungen des 2. Weltkriegs erfuhr dieses Gebiet relativ spät. Mit
einem Bombenangriff am 09. und 10.04.1945 auf den Bahnhof und das Bahnbetriebswerk Pressig-Rothenkirchen und anschließendem Bordwaffenbeschuß (zugeschweißte Einschlaglöcher an den Führerständen und
am Lokkasten sind heute noch zu sehen), die im BW repariert werden konnten.
Nach der Räumung Thüringens durch die USA und Übergabe an die Sowjetunion im Juni 1945 trennte die Demarkationslinie (später Eiserner
Vorhang) die Frankenwaldbahn kurz vor Probstzella. Das bisherige Einsatzgebiet der E 94 war damit hinfällig geworden. Unsere E 94 051 kam dadurch ab 05.10.1945 zum
BW Bamberg. Weiter Stationen waren:
05.10.1945 - 21.11.1946 BW Bamberg
22.11.1946 - 06.12.1946 BW Nürnberg Rbf
07.12.1946 - 05.03.1950 BW Augsburg
06.03.1950 - 28.02.1959 BW Neu-Ulm
01.03.1959 - 31.01.1986 BW Augsburg
01.02.1986 - 15.05.1987 BW Ingoldstadt - Ausmusterung
Beschluß im Singener Gemeinderat zum Kauf einer E94 auf Antrag der Gemeinderäte Hoffmann und Klemann Besuch einer Singener Delegation im
AW München-Freimann zur Auswahl eines historischen und möglichst unbeschädigten Exemplars
15.05.1987 Ausmusterung der E94 051 als 194 051-9 ohne übliche z-Stellung
Schaden: Stoßpufferfeder gebrochen
Kauf der DB-E-Lok 194 051-9 durch die Stadt Singen für 43.605 DM
Ankunft der E 94 051 in Singen, feierlicher Empfang am Bahnhof
Gemeinderatsbeschl uss über die Bereitsstellung von Mitteln zur Instandsetzung der E 94 051 unter der Voraussetzung von
privatem Engagement zur Gründung eines Vereins
E 94 051 mit Rangierlok vom Standplatz in die Stückguthalle des Güterbahnhofs Singen verschoben
25.05.1993 Gründungsversammlung “Eisenbahnfreunde Hegau” (14 Mitglieder)
Verlegung der E 94 in der Stückguthalle auf das seitlich begehbare Abstellgleis 72
11.06.1994 - 30.05.2000 Restaurierung und äußerliche Aufarbeitung durch den Verein “Eisenbahnfreunde Hegau e.V.”
01.06.2000 Taufe der E 94 051 auf den Namen “Stadt Singen” durch den
Obebürgermeister Andreas Renner am neuen Standplatz, Gleis (westlich des Bahnhofsgebäudes)
04. September 2002 E94 051 wird durch die Prignitzer Eisenbahn zur Aufarbeitung abgeholt, nachdem vorher ein Mietvertrag mit der Stadt Singen
geschlossen wurde. Einen ausführlichen Bericht s. unter “Nachrichten”
Die E94 051 wurde von der Prignitzer Eisenbahn an die in Worms ansässige
Pfalzbahn untervermietet. Ab 29. September 2004 wartet sie im Hafen von Worms auf neue Aufgaben (ausführlicherer Bericht s. “Nachrichten”)